Die Grundfragen

Streben nach Sinneerfüllung

Nicht alle Menschen stellen sich die Frage nach dem Sinn des Lebens. Wenn wir jung sind, dann versuchen wir unsere inneren Lebensimpulse umzusetzen, ohne groß darüber nachzudenken. Wir fragen nicht nach dem Warum. Das Nachdenken würde eher verhindern, dass wir unsere Potenziale nutzen.

Wir können unser Leben genießen, ohne über den Lebenssinn nachzudenken. Vielleicht ist das sogar die beste Methode, den Sinn zu leben. Viele Menschen fangen aber irgendwann einmal damit an, sich Gedanken über den Sinn des Lebens zu machen. Je älter wir werden, umso häufiger wird offensichtlich auch die Sinnfrage gestellt. In der ersten Lebenshälfte beschäftigen wir uns hauptsächlich mit dem Thema „Haben“. In der zweiten Lebenshälfte nimmt das Thema „Sinn“ immer breiteren Raum ein. Anscheinend unabhängig von der Frage ob wir „genug“ haben. Das „Streben nach Erfolg“ scheint sich immer mehr in das „Streben nach Sinnerfüllung“ zu verwandeln, je älter wir werden.

Folgendes Schema mag dies verdeutlichen:

Bis Lebensmitte  Ab Lebensmitte 
Konsum  Sinnerfüllung 
Kompetenz  Bedeutung 
Karriere  Beitrag leisten 
Ziele  Sinn hinter Zielen 
Effizienz  Effektivität 
Spass  Ausgeglichenheit 
Dinge richtig tun  Die richtigen Dinge tun 

Grundfragen

Die ewigen drei Grundfragen der Menschen zum Leben sind vereinfacht:

> Woher kommen wir?
> Wohin entwickelt sich die Menschheit?
> Wozu ist das Leben da?

Jostein Gaarder hat die Grundfragen in dem Bestseller „Sofies Welt“ aus Sicht der Philosophen noch etwas anders gestellt:

> Wie wurde die Welt erschaffen?
> Hat die Erschaffung der Welt einen Sinn?
> Gibt es ein Leben nach dem Tod?
> Wie sollten wir leben?

Die Fragen nach dem Warum und Wohin setzten ungeahnte Kräfte frei, weil sie den Kern der menschlichen Existenz berühren. Die Beantwortung von existenziellen Fragen führt zu einer anderen Selbstwahrnehmung.

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