Was ist Glück?
Trendthema Glück
Glücklich sein will jeder. Aber wie das geht, weiß niemand so recht, da jeder Mensch eine andere Vorstellung vom Glück hat. 288 Vorschläge für den Pfad zum Glück auf Erden zählte angeblich bereits der gelehrte Marcus Terentius Varro im antiken Rom.
Immerhin scheint uns tief im Inneren eine Stimme zu sagen, dass Glück nicht nur ein Geschenk ist: Wir können danach suchen, wir können unser Glück auch finden und mit etwas Geschick daran "arbeiten", damit es sich nicht gar zu schnell wieder davonmacht. Hätten wir diese Hoffnung nicht, brauchte es nicht Massen von Ratgebern, die Buchhändler in ihren Regalen und Computern bereithalten: Mehr als 2000 Titel beschäftigen sich mit dem Thema. Vor dem Jahr 2000 hat man sich noch hauptsächlich mit negativen Tendenzen wie der Zunahme von Depressionen beschäftigt: Über 4500 Forschungsarbeiten pro Jahr gegenüber nur 150 Fachaufsätzen zum Thema Glück.
Glücksforschung
„Ein Mensch ist in dem Maße glücklich“, meint der Glücksforscher Ruut Veenhoven von der Rotterdamer Erasmus-Universität, „in dem er sein Leben als Ganzes bejaht“. Neue Forschungen zeigen, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten entscheidend für ein positives Gefühl ist. Wer aber zu viele Wahlmöglichkeiten hat, wird eher unglücklich reagieren, weil dann die Entscheidung als Stress empfunden wird und zu einer Überforderung führt. Auch wer viel Herzblut auf materielle Objekte verwendet wird sich vom Glück eher entfernen.
Heute hält sich hartnäckig die Vorstellung, dass weniger oft mehr ist. Dabei kommt es darauf an, sich mit dem zufriedenzugeben, was gut genug ist. Wer immer nur das Beste sucht, wird hingegen seine Lebenszeit eher darauf verschwenden, es auch zu finden und weitersuchen, obwohl die Ansprüche eigentlich längst erfüllt sind. Oft werden dabei die kleinen alltäglichen Lebensfreuden stiefmütterlich behandelt, obwohl sie in der Lage sind, die gleichen chemischen Reaktionen im Gehirn auszulösen, wie die großen Gefühle.
Die Glücksforschung und der Buddhismus kommen hier zum gleichen Ergebnis. Nicht die Art der Tätigkeit ist entscheidend, sondern wie wir etwas tun. Das Wichtigste ist also die eigene Einstellung zu unserer Tätigkeit.
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