Hobbes

Thomas Hobbes (1588 - 1679)

Thomas Hobbes

Dieser Philosoph ist noch einen Schritt weitergegangen. Er malte ein düsteres Bild vom Menschen, der nur seinen Selbsterhaltungstrieb kennen würde, wobei jeder gegen jeden Krieg führt. Der Mensch würde sich gegenüber seiner eigenen Art wie ein Wolf verhalten, war sein Fazit („Homo homini lupus“). Die Erhaltung des Menschen durch einen sorgenden Gott war nach seiner Sicht der menschlichen Geschichte ein frommer Wunsch, der aber nicht den Tatsachen und Erfahrungen entsprach.

Da rechthaberische Religionen die Selbstzerfleischung der Menschheit verursacht haben, sollten Religion und Staat in Zukunft absolut getrennt werden.

Gerechtigkeit dürfe nicht mehr von der jeweiligen Weltanschauung abhängig gemacht werden. Freiheit und Eigentum und ein starker gerechter Staat sollten den Menschen den Rahmen für eine stabilere Entwicklung garantieren. Eine Vorstellung, die heute sehr modern klingt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Jahre 2006 die Werte Freiheit und Gerechtigkeit ausgerufen, um einen programmatischen Reformprozess in ihrer Partei anzustoßen.

Hobbes hat sich intensiv auch mit der Persönlichkeitsentwicklung der Menschen beschäftigt. Sein Fazit war, dass wir als unbeschriebenes Blatt auf die Welt kommen und durch unsere Sinneswahrnehmungen und Erfahrungen eine einzelne Persönlichkeit entwickeln. Dabei ist der „Stoff, aus dem die Subjekte sind, die Zeit“

Druckbare Version