Der Hinduismus

Der Begriff Hinduismus beschreibt eine Vielzahl von Glaubenslehren auf dem indischen Subkontinent. Hier spielen viele Götter und Dämonen eine Rolle. Die Kastenherrschaft der Brahmanen ist zwar seit 1950 verfassungsrechtlich aufgehoben worden, sie spielt aber in der spirituellen Welt noch eine große historische Rolle.

Der Ursprung des Hinduismus und auch des Buddhismus geht wahrscheinlich auf die so genannte vedische Periode in Indien um 1300 v. Chr. zurück. Die philosophischen Texte der Veden (Upanischaden), die sich mit dem Ursprung der Menschen und der Welt beschäftigen, wurden nach bisheriger Kenntnis erst um 750 v. Chr. niedergeschrieben. Dort finden wir ein ähnliches Erkenntnismodell wie im Taoismus. Das absolute Tao ist hier mit Brahman umschrieben: das alles Sein umfassende, allumfassende Bewusstsein, die Quelle, aus dem das Bewusstsein entsteht.

Diese Vorstellung wurde aber später stark modifiziert. Das bedeutendste Epos der Hindus – das Mahabharata – das in der heute bekannten Form auf etwa 500 v. Chr. zurück geht, hat zu der monistischen Lehre neue Elemente und Götter hinzugefügt. Neben Brahma als höchsten Schöpfergott tauchen jetzt auch schon Shiva und Visnu auf.

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