Quantenphysik

Die Physik entdeckt das Geistige

Die Quantenphysik ist sich der Grenzen der menschlichen Wahrnehmung von Wirklichkeit bewusst geworden. Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern nur wie wir sie sehen wollen und können. Wahrnehmung ist also kein passiver Prozess sondern selbst ein schöpferischer Akt. Damit hat die Wissenschaft ihren Anspruch auf neutrale Objektivität aufgeben müssen. Wir sehen das, was wir glauben, sehen zu können und was wir glauben, verstehen zu können.

Die Quantenphysik hat gezeigt, dass wir bislang eine falsche Vorstellung von der Welt des Mikrokosmos hatten. Hier sind nämlich eher typische geistige Prozesse am Werk. Es geht um Information und Wahrscheinlichkeiten. Eine wesentliche Erkenntnis der Quantenphysik ist, dass unsere Wirklichkeit ein Ergebnis unserer Beobachtung ist. Erst der Prozess der Beobachtung bzw. des Messens führt zur Wahrnehmung von Ort und Zeit. Das eigentliche Wesen der Elementarteilchen wie Elektronen und Photonen ist aber nur in einem Zustand der Raum- und Zeitlosigkeit beschreibbar. Physiker sprechen dann von der Wellenfunktion. Diese lässt sich aber aus einem mysteriösen Grund nicht wirklich beschreiben. Indem wir messen, wählen wir einen der möglichen Zustände aus. Das Elektron erscheint uns dann als Teilchen. Das Elektron nehmen wir dann an einem Ort wahr, obwohl es sich gleichzeitig auch an anderen Orten aufhält. Was wir sehen, haben wir selbst ausgewählt.

Die Quantenphysik hat die spirituelle und wissenschaftliche Welt wieder näher zueinander gebracht. Der Dialog zwischen Glauben und Wissenschaft ist Möglichkeit geworden, aber leider hat er noch nicht ernsthaft begonnen. Beide Seiten haben dabei etwas zu verlieren, aber auch etwas zu gewinnen …

Der Drang zur Vervollständigung

Schon auf der Ebene der Atome erkennen wir eine der Urkräfte, nämlich den Drang, „sich vollständig zu machen“. Alle Atome wollen eigentlich so werden wie die Edelgase, die eine vollständige äußere Elektronenhülle besitzen. Das ist wahrscheinlich der wahre Grund, warum sie (chemische) Verbindungen eingehen.

Bei uns Menschen ist dieser „Drang zur Vollständigkeit“ vielleicht auch vorhanden. Der Unterschied ist allerdings, dass die Vollständigkeit nicht einfach durch physikalische Eigenschaften beschreibbar ist. Was ist ein vollständiger Geist? Wenn wir dieser Frage nachgehen, dann stellen wir letztlich auch die Frage nach Gott. Spiritualität wäre dann der Ausdruck für den Drang zur Vollständigkeit auf der geistigen Ebene. Dies kann aber nur sein, wenn wir ein Teil dieses geistigen Ganzen wären.

Quantenteleportation

Physiker können seit Kurzem den Quantenzustand eines Atoms auf ein anderes kopieren. Dies war zuvor nur mit masselosen Photonen gelungen. Das Ergebnis veröffentlichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin „Nature“ gemeinsam mit einem Team um David Wineland vom National Institute of Standards and Technology im US-Bundesstaat Colorado. Winelands Team ist es ebenfalls gelungen, einen Überlagerungszustand zu teleportieren. Dazu nutzen die Forscher eine weitere Besonderheit der Quantenmechanik aus, die sie „Verschränkung“ nennen.

Verschränkte Teilchen können gewissermaßen miteinander kommunizieren - auch über große Entfernungen hinweg. Die beiden Teilchen verhalten sich wie eins, obwohl sie räumlich voneinander getrennt sein können.

Die spannende Frage, wie das möglich ist, stellt sich die Wissenschaft im Augenblick lieber noch nicht. Es gibt offensichtlich ein Informationsmedium, das unabhängig von unserer Raumzeit funktioniert.

Es könnte also sein, dass alle Atome des Kosmos miteinander kommunizieren oder Informationen über ihre Aufgaben erhalten. Die Physik hat hier anscheinend den Geist in der Materie neu entdeckt und ist auf Informationsprozesse gestoßen, die wir vielleicht bald nutzen werden, ohne sie zu verstehen. Information kann prinzipiell über jedes Medium transportiert werden. Es ist nicht an die Materie, an die Zeit und an Energie gebunden.


Der Tunneleffekt

Der Tunneleffekt ist ein Phänomen ohne Vergleich in der Alltagswelt. Im Mikrokosmos können Elektronen oder Photonen eine ihnen in den Weg gestellte Barriere auf mysteriöse Weise durchdringen. Anstatt die Barriere zu übersteigen, können sie diese "durchtunneln". Dies ist eine Art der Fortbewegung ohne Rücksicht auf die Begrenzung durch Raum und Zeit.

Dieses Phänomen zeigt uns, dass im Mikrokosmos andere Gesetze gelten. Auch wenn dieses Phänomen wie eine exotische Fußnote der höheren Physik anmutet, hat es die Technik schon lange für sich entdeckt - etwa in der Tunneldiode oder dem Tunnelmikroskop.

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