Das Arbeitsleben

Nur Dienst nach Vorschrift?

Eine Untersuchung des Instituts Gallup brachte für 2003 das Ergebnis, dass nur 12% der Deutschen in ihrem Job engagiert sind. 70% machen nur „Dienst nach Vorschrift“ und 18% haben praktisch bereits innerlich gekündigt. Der Anteil der Engagierten ist in den letzten Jahren immer weiter gefallen. In den USA liegt der Anteil der Engagierten hingegen bei 30%.

Arbeit wird in Deutschland also immer mehr zu einem notwendigen Übel, um das Geld für den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Freude und Glück suchen wir deshalb zunehmend in unserer Freizeit oder/und im späteren Rentner-Dasein. Die eigene Freizeit wird aber häufig konsumorientiert verplant und erzeugt nicht das gesuchte Glückgefühl und vermittelt keinen Lebenssinn.


Gefahr eines Burn-Out

Biologisch ist der Mensch auf Tätigkeit programmiert. Glückshormone werden im Gehirn nur bei Tätigkeiten freigesetzt, die weder eine Unterforderung noch eine Überforderung darstellen. Entscheidend ist, dass wir uns durch eine angepasste Leistung weiterentwickeln können. Nur dabei fühlen wir uns richtig gut. Sind die zu lösenden Aufgaben zu leicht entsteht Langeweile. Wenn unsere Fähigkeiten aber nicht zur Lösung der Aufgaben ausreichen und wir dies nicht durch Fortbildung ausgleichen können, entsteht Angst vor dem Versagen.

Eine ständige Über- bzw. Unterforderung führt irgendwann unweigerlich zu dem gefürchteten Burn-out-Syndrom, das depressiv macht und lebensverneinend wirkt.


Sinnvolle Arbeit?

Die Frage nach dem Sinn des Lebens schließt die Frage nach dem Sinn der eigenen Arbeit mit ein. Die meisten Menschen geben sich nicht mehr damit zufrieden, nur zu arbeiten, um das Geld zum Leben zu erhalten, sondern wollen auch mit Ihren Arbeitsergebnissen und ihrem Arbeitsumfeld im Einklang stehen. Die Arbeitspsychologie hat längst die Erfahrung gemacht, dass der Mensch in der Arbeitswelt nicht ständig gegen seine eigenen inneren Werte anarbeiten kann, ohne psychisch krank zu werden. Wir können unsere Identität nicht einfach an der Garderobe am Arbeitplatz abhängen und wieder anziehen, wenn wir uns in die Freizeit verabschieden.


(C) 2008 - Der Sinn des Ganzen -

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