Unsere Gene

Als 1944 der Wissenschaftler Oswald Avery das DNS-Molekül als Grundlage des genetischen Programms entdeckte, glaubte in der Fachwelt niemand so richtig daran. Die genetische Forschung hat aber seitdem eine enorm erfolgreiche Entwicklung erfahren und die komplizierte Struktur bis heute fast vollständig aufgeklärt. Seitdem hat uns immer wieder die Frage beschäftigt, wie stark unser Leben von den Genen beeinflusst und vorbestimmt wird.

Seit 2001 gilt das menschliche Genom als entschlüsselt. Wir wissen nun, dass wir ca. 25.000 Gene auf 46 DNS-Fäden besitzen, und können dies in einer Buchstabenfolge von A, T, C und G darstellen. Jeder kann sich diese ca. 3 Milliarden lange Buchstabenkette des menschlichen Genoms im Internet herunterladen.

Da jede Base immer mit einer anderen als Paar erscheint (GC bzw. AT) haben wir hier in gewisser Weise einen digitalen Programmcode vor uns liegen. Eine universelle Sprache, in der auch die Anweisungen für den Bau von Pflanzen und Tieren codiert sind. Die Code-Entstehung kann bislang nicht erklärt werden.


Der Genforscher Craig Venter hat sich nach dem Projekt zur Entschlüsselung der menschlichen Gene den Bakterien zugewandt. Er möchte diese kleinsten Produktionsstätten der Natur vollkommen verstehen, um sie dann gezielt zur Produktion bestimmter Stoffe verwenden zu können. Auf diesem Wege hat er eine Erkenntnis über die absolute Mindestausstattung eines funktionierenden Genoms gewonnen. Das Minimalgenom besteht aus 382 Genen. Das sind 382 aufeinander abgestimmte Programmbestandteile, die erforderlich sind, damit ein simples einzelliges Lebewesen funktioniert.
Wenn wirklich diese Minimalausstattung für einzelliges Leben erforderlich ist, dann hat die Evolutionsbiologie ein nicht zu lösendes Erklärungsproblem. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Leben mit 382 komplexen Molekülen zufällig entwickelt hat, ist gleich null!

Wie sind wir dann aber entstanden? Da hilft uns unsere Naturwissenschaft im Augenblick noch nicht weiter.


Bei der Erforschung der Gene mussten viele Vorstellungen über Bord geworfen werden. Die Evolution der Arten lässt sich über die Gene nicht darstellen, da sich Programmteile nicht aus anderen entwickeln konnten.

Der DNS-Code beweist, dass Bakterien, Pilze, Pflanzen, Tiere und der Mensch in einer Programmsprache codiert sind und je nach dem Zweck in allen Organismen eingesetzt werden können und funktionieren. Die Programmiersprache selbst hat sich also nicht weiter entwickelt und kann nur ein Produkt einer höheren Intelligenz sein.


(C) 2008 - Der Sinn des Ganzen -

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