Mein aktuelles Buch

Wellen-Ich und Punkt-Ich

hat 202 Seiten, wurde bei BoD (Books on Demand) im Format 17 x 22 cm als Paperback Anfang 2010 veröffentlicht und kostet 14,80 €.


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Worum geht es?

Jeder Mensch hat das Gefühl, dass sich seine Ich-Persönlichkeit im Laufe der Zeit nicht wesentlich verändert. Wertvorstellungen und Persönlichkeitsmerkmale bleiben erstaunlich stabil, trotz vielfältiger Erfahrungen. Das Bewusstsein über die eigenen Lebensziele und die selbst gestellten Lebensaufgaben bleibt aber meistens verschwommen. Wir streben nach etwas, ohne häufig zu wissen, woher das kommt. Wir entscheiden manchmal aber erstaunlich sicher über neue Lebensschritte und wissen nicht, was uns so sicher macht, dass das die richtige Entscheidung für uns war.

In meinem neuen Buch „Wellen-Ich und Punkt-Ich“ stelle ich eine „neue Lebensphilosophie zum Sinn des Ganzen“ vor, die sich aus der Zusammenschau aktueller Erkenntnisse der Naturwissenschaften ergibt. Mit dieser neuen Theorie können viele offene Fragen der Philosophie und Psychologie beantwortet werden. Das sind beispielweise die Fragen nach der Stabilität des Ich-Bewusstsein, der Rolle der Zeit und dem Ursprung unserer Lebensziele und kreativen Ideen. Dabei spielen auch die von der Physik entdeckten „Extra-Dimensionen“ eine Rolle.

Wir leben in einer merkwürdigen Welt. Der Urknall, die Naturkräfte, die seltsamen Naturkonstanten und die sogenannten verschränkten Elementarteilchen sind ein Beleg dafür, dass wir Teil einer „nicht-linearen“ Simulation sind. Dabei sind also die Regeln und Randbedingungen vor etwa 14 Milliarden Jahren vorgegeben worden. Das Ergebnis dieses Prozesses ist aber auf Grund zufälliger Veränderungen und individueller Entscheidungen auch für den Schöpfer dieser Welt unvorhersehbar.

Ich habe mich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, welchen Sinn eine solche simulierte Welt haben könnte und bin dabei auf die Frage nach der Rolle der Zeit gestoßen. Meiner Meinung nach ist Zeit kein physikalisches sondern ein geistiges Phänomen. Ohne die Erfindung der Zeit kann es nämlich kein Bewusstsein geben, das sich selbst beobachten kann. Wenn der Denkprozess mit Lichtgeschwindigkeit und damit in Nullzeit ablaufen würde, müssten sich die Wahrnehmungen überlagern. Die Selbstwahrnehmung würde dann unscharfe Ergebnisse liefern, eine geistige Rückkopplung würde keinen Sinn machen. Erst die Verlangsamung des Denkprozesses durch den Einfluss der Gravitation ermöglicht meiner Meinung nach das „getaktete“ Bewusstsein und die gefühlte Trennung von Gegenwart und Vergangenheit. Wie Einstein schon feststellte, ist die Zeit eine Illusion. Aber ohne die Zeit wäre ein Selbstbewusstsein im Sinne einer Reflektion nicht möglich. Ich habe deshalb die These aufgestellt, dass das der eigentliche Sinn unserer Raumzeit ist.

Ich bin auch der von der Gehirnforschung angestoßenen Frage nach der Existenz des Freien Willens nachgegangen. Die Gehirnforscher haben durch Messungen festgestellt, dass eine Willensentscheidung erst nach der Umsetzung z.B. in Form einer körperlichen Reaktion im Gehirn gemessen werden kann. Das sieht so aus, als wenn Ursache und Wirkung vertauscht wären. Das kann auch so gedeutet werden, dass das Gehirn nicht der Sender sondern nur der Empfänger von Willenssignalen ist.

Ein wesentlicher Teil unserer Persönlichkeit existiert außerhalb unserer Raumzeit in Form des von mir so benannten „Wellen-Ich“ und nimmt unsere Zeitdimension vollkommen anders wahr. Es gibt aber einen Informationsaustausch auf der Ebene der Intuition und des Gewissens, so dass unser eher ein-dimensionaler Verstand wichtige Entscheidungsimpulse bekommen kann. Unser „Punkt-Ich“ kann also die „Extra-Dimensionen“ nicht direkt wahrnehmen, sondern nur fühlen. Neben den zufälligen Begebenheiten des Lebens bestimmen diese inneren Impulse maßgeblich die eigene Lebensgeschichte. Das zeitlose Wellen-Ich kann mit Hilfe des Punkt-Ichs sein Potenzial systematisch erkennen und sogar erweitern.

Im Unterschied zu einem fremdgesteuerten Avatar in einer virtuellen Computerwelt hat das Punkt-Ich ein dimensionsreduziertes Eigenleben, es kann die Hinweise und Anregungen des Wellen-Ichs umsetzen oder einfach überhören. Dabei Lernen wir viel über uns selbst und können aus unseren dabei gemachten Erfahrungen auch Konsequenzen in der Zukunft ziehen. Wir müssen das aber nicht.

Ohne die Möglichkeit der geistigen Wiedergeburt wäre der Lern- und Erkenntnisprozess schnell zu Ende und würde wenig Sinn machen. Wenn der Prozess aber zu lange dauern würde, dann wäre das System wahrscheinlich überfordert, eingeschlagene Pfade wieder zu verlassen und vollkommen andere Erfahrungen zu machen. Der körperliche Tod bietet deshalb die Möglichkeit, dass das Punkt-Ich immer neue Lebensabenteuer machen und andere Aufgaben bewältigen kann – ohne Erinnerung an die Leben davor.

In meinem neuen Buch nutze ich viele naturwissenschaftliche Erkenntnisse, um diese Lebensphilosophie zu untermauern. Das Wichtigste im Leben ist danach, die Aufmerksamkeit für unsere intuitive Intelligenz zu schärfen und zu erahnen, welche Lebensaufgaben wir uns gestellt haben. Es gibt viele Autobiografien, die mit dieser Lebensphilosophie gedeutet werden können und einen neuen Sinn ergeben.



(C) 2008 - Der Sinn des Ganzen -

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