Der Lebensplan

Gibt es einen geheimen Plan?

Wir leben, um potenzielle Begabungen zu entfalten und um einen persönlichen Lebensentwurf zu verwirklichen. Dabei gibt es verschiedene Zeichen, die darauf hinweisen, dass wir uns eventuell von unserer Bestimmung entfernen:

Wenn diese Symptome auftauchen, lohnt es sich, einmal inne zu halten, um über die Gründe nachzudenken.

Es gibt verschiedene Techniken, um Hinweise auf den persönlichen Plan und die damit verbundenen Ziele zu erhalten. Beispielsweise die „zufällige“ Auswahl von Büchern, die Nutzung eines Orakels (Tarot, I-Ging), die Analyse von sogenannten Lebenslügen und die Interpretation der eigenen Lebensgeschichte. Zeichen, die zeigen, dass man auf dem richtigen Weg ist, können eine gesteigerte Lebendigkeit und Kraft sein und die Wiederentdeckung der „Leichtigkeit des Seins“.

Das Buch der Wandlungen

Vollständige und mathematisch begründete philosophische Systeme erzeugen eine besondere Faszination: Das I-Ging mit seinen 64 Hexagrammen soll angeblich 5000 Jahre alt sein und auf den chinesischen Gelehrten Fu-Hsi zurückgehen. Die Kommentare sind allerdings 2000 Jahre jünger und werden dem König Wên zugeschrieben.

Das I-Ging versucht, die Spannung zwischen zwei Situationen zu beschreiben, von denen die zweite aus der Verwandlung der ersten hervorgeht. Indem die Gegenwart aufgezeigt wird, werden gleichzeitig durch Interpretation der „Geneigtheit“ Aussagen für die Zukunft gemacht. Die Bilder des I-Ging sind Vorbilder für Handlungen in den durch sie angedeuteten Situationen. Gleichzeitig werden diese Handlungen beurteilt und die möglichen Folgen einer Entscheidung beschrieben.

Zum Thema „Sinn des Lebens“ kann das „Buch der Wandlungen“ also einiges beitragen. Es zeigt, dass jedes Verhalten auch Elemente enthält, die der Transformation dienen. Die Krise bereitet immer auch etwas Neues vor. Dabei liegt das Wesen des Lebens in der Entwicklung der Widersprüche und der ständigen Wandlung der Zustände. Das I-Ging verschafft uns einen Gesamtüberblick über die vielen möglichen – wenn nicht sogar aller denkbaren - Stationen des Lebens. Damit können wir die Vielfältigkeit der Lebenssituationen erkennen und besondere durch Zufälle verbundene Ursache-Wirkungs-Ketten beschreiben. Wir dürfen uns dabei nur nicht von der alten Sprache zur sehr in die Irre leiten lassen. Manchmal ist es besser, die mit den Zeichen verbundenen Bilder zu visualisieren und meditativ in sich aufzunehmen. Intuitiv verstehen wir das Gemeinte eher. Das Ganze hat aber keinen echten Anfang und auch kein richtiges Ende.

Der Sinn des Lebens könnte nach dem I-Ging darin gesehen werden, alle 64 Zustände und die möglichen Übergangswege zu erfahren.
Da wird aber ein Leben nicht reichen …





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